Tutorial: Schweißglas als Graufilter

Als ich vor einiger Zeit auf der Suche nach einem günstigen ND-Filter (Auch Neutraledichte- oder Graufilter genannt) war, bin ich in den Weiten des Internets über die Idee gestoßen, den Filter selbst mit Schweißglas nachzubauen. Dies hat zwei grundlegende Vorteile. Erstens der weitaus günstigere Preis (auf Amazon zahlt man so um die 30€) und zweitens die sofortige Verfügbarkeit, da das Glas in jedem größeren Baumarkt erhältlich ist. Diese zwei Argumente waren für mich ausschlaggebend das Experiment DIY ND-Filter zu starten

 

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Da ich ich noch einen Baumarkt Gutschein griffbereit hatte (und endlich auch eine Möglichkeit ihn zu verbrauchen) besorgte ich mir ein Schweißglas mit der Dunkelstärke DIN 9, da es von der Licht(un)durchlässigkeit auf den ersten Blick sehr passend wirkte. Der Kostenpunkt lag hier bei 4,29 €, also dem Bruchteil eines “echten” ND-Filters. Die Befestigung an meiner Kamera löste ich mit Hilfe von 2 Gummibändern (aka. Gummiringerl), mit denen das Glas vor mein Objektiv gespannt wurde (siehe Bild). Natürlich kann man auch eine weitaus elegantere Lösung mit einem alten Schraubfilter oder Objektivdeckel, auf dem das Glas mittels Superkleber befestigt wird, machen, aber fürs erste reichte mir meine behelfsmäßige Befestigung.

 

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WATERFALL

So wurde es Zeit den Filter auch in der Natur zu testen. Die Günster Wasserfälle in der Nähe von Schöder waren hierfür optimal geeignet. Eine Schwierigkeit mit meiner Befestigung zeigte sich gleich zu Beginn: Das Manuelle Fokussieren war nur sehr umständlich möglich, da das Schweißglas immer für ein paar Millimeter vom Objektiv angehoben werden musste, um den Fokusring drehbar zu machen. Ansonsten gab es aber keine weiteren Probleme mit dem DIY-Filter und die Fotos erhielten den gewünschten Effekt. Zwar hatten die Bilder einen, durch das Glas verursachten, extremen Grünstich, was mich aber nicht weiter störte, da ich ohnehin vorhatte die Bilder in schwarzweiß zu bearbeiten.

Foto 1-2

Foto-2

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Fazit: Der DIY Filter kommt alleine von den Farben schon nicht an einen vollwertigen ND-Filter heran, ist aber gerade bei einem teuren Hobby wie der Fotografie eine Möglichkeit etwas Geld zu sparen. Zusätzlich kann man sagen, dass alleine der Spaß am Experimentieren die Investitionskosten von knapp 5€ rechtfertigen. Es war sicher nicht das letzte mal, dass ich mit meinem Schweißglasfilter Langzeitbelichtungen gemacht habe und ich freue mich schon auf die nächsten Bilder damit.

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