Das Rollei Compact Traveler No. I Reisestativ im Test

Die Anforderungen an ein Stativ sind breit gefächert. Doch was sind die wichtigsten Dinge auf die man bei einem Stativ Rücksicht nehmen muss? Das sind auf jeden Fall Packmaß und Gewicht, da dies besonders auf Reisen ein entscheidendes Kriterium ist. Idealerweise sollte es in den Rucksack passen, oder möglichst einfach daran befestigt werden können. Ebenso wichtig ist die Stabilität und Funktionalität des Stativs. Bereits mehr als ein (Billig-) Stativ haben unter dem Druck meiner Kamera den Geist aufgegeben. In Sachen Funktionalität kommt es vor allem auf die verstellbare Höhe, beziehungsweise den Winkel an. Zu guter letzt ist natürlich der Preis ein entscheidender Faktor, denn niemand will für Zubehör zu viel Geld ausgeben, soviel ist klar.

Alle fünf Punkte unter einen Hut zu bringen ist kein einfaches Unterfangen. Rollei versucht diesen Spagat mit dem Compact Traveler No. I Reisestativ zu schaffen. Und zumindest die technischen Daten versprechen so einiges: Ein minimales Packmaß von 32 cm, Gewicht von nur 1200 Gramm, maximale Belastung von 5 Kg, Panorama Kugelkopf und ein Preis von knapp über 100€. Genug Gründe also, um das Stativ gründlich zu testen.

Eines vorab, das Stativ wurde im Test nicht geschont. Egal ob Hitze, Kälte, Nässe oder Schmutz, es waren ziemlich alle Umwelteinflüsse dabei, die einem Stativ so zu schaffen machen. Es war in Sri Lanka dabei, ebenso in Kroatien, und wurde auch in die schmelzwasserführende Mur gepackt. Für das Stativ alles kein Problem!

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Viele Vorteile, wenig Mankos

Das Wichtigste gleich zu Anfang: Das geringe Gewicht und das kleine Packmaß macht das Stativ wirklich zu einem guten Reisebegleiter. Im Gegensatz zu meinen anderen Stativen lässt es sich super transportieren, ohne wirklich groß aufzufallen. Ich hatte es entweder außen an meinem Fotorucksack befestigt, oder einfach in meinen normalen Rucksack gepackt (wenn mir dir  Kombination Kamera +  1 Objektiv + Stativ reichte). Auch im Getränkeflaschenhalter meines Fahrrads findet das Travelstativ super Platz, wenn ich einen spontanen Fotoausflug in die nahe Umgebung machen möchte. Zusätzlich kommt das Stativ mit einer Turnbeuteltasche, die einfach Rucksackartig getragen werden kann. In Sachen Transport gibt es also schon mal ganz klar 5 Sterne.

Auch die Funktionalität lässt wenig wünsche offen. Durch die Rasten an den Stativbeinen lassen sich unterschiedlichste Positionen einstellen, wodurch das Positionieren des Stativs in umwegigen Gelände kein Problem darstellt. Am schnellsten erhält man eine Position in Bodennähe mit ca. 30 cm Höhe (Siehe Bild, bzw. Handysnapshot unten). So ist das Stativ wirklich schnell Einsatzbereit, wenn man es einmal eilig hat. Das positionieren in der klassischen Stativposition dauert durch die vier Drehverschlüsse pro Bein etwas länger als bei üblichen Stativen (die drei Schnappverschlüsse haben). Zusätzlich besteht das Risiko, dass das Stativ auf Grund eines nicht ganz festgezogenen Schraubverschlusses langsam einknickt. Auch die  (Schraub-) Befestigung des Kugelkopfs sollte immer überprüft werden, da auch diese sich manchmal lockert.

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Ein ganz klarer Vorteil des Reisestativs ist die komplette Zerlegbarkeit. Vor allem wenn es mal wieder richtig dreckig zugeht. Besonders die Sandstrände in Sri Lanka haben hier ihre Spuren hinterlassen. Ohne ein totales Zerlegen und Reinigen wäre der Sand hier unmöglich zu beseitigen gewesen. Auch in Sachen Langlebigkeit ist das ein riesen Vorteil. Kleiner Tipp am Rande: Das Stativ lässt sich problemlos mit fließend Wasser reinigen, und wenn man danach die beweglichen Teile damit einem WD-40 Spray behandelt, ist das Stativ wie neu! Auch das Salzwasser hinterließ keine Spuren.

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Kälte und Feuchtigkeit sind für die Handhabung ebenfalls kein Problem, die einzigen rostbaren Teile sind drei Schrauben an den Rasten der Stativbeine (auch hier mit WD-40 kein Problem). Durch die Schaumstoff Griffe an den Beinen muss Kälte nicht gefürchtet werden, da es an diesen problemlos getragen werden kann. Auch die einfache Verstellbarkeit des Panoramakugelkopfs ist ein klarer Vorteil, denn vor allem durch die integrierten Wasserwagen ist eine korrekte Nivellierung kein Problem. Lediglich die Schraube der Schnellwechselplatte sollte immer wirklich fest an der Kamera angezogen sein, da sich diese (vor allem wenn die Kamera hochkant am Stativ befestigt ist) lockern kann. Der Verkaufspreis des Stativs liegt um die 100 Euro, und ist aus Preis/Leistungssicht auch gerechtfertigt, da die Lebensdauer sicherlich um einiges länger ist als bei 20 – 30 € Einsteigerstativen. Besonders auf Reisen ist das Stativ den billigeren Konkurrenten extrem überlegen.

 

Fazit: Pluspunkte gibt es in den Punkten Größe, Gewicht, Funktionalität und Preis/Leistung. Abzüge gibt es lediglich bei den Schraubverschlüssen, die immer genau auf die Verschlussfestigkeit überprüft werden sollten. Um zu zeigen ob das Stativ auch komplett Wackelfrei ist, gibt es natürlich jede Menge Bilder die mit Hilfe des Stativs gemacht wurden:

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