Sonnenaufgangswanderung am Greim

02:55. Mein Wecker holt mich aus dem Schlaf. Nach dem ich bis 23 Uhr des Vortrages noch an meinem Wanderrucksack gepackt habe, war die Erholungsphase eher kurz. Zugegeben, ich vertrödelte auch viel zu viel Zeit, um mich für das richtige Fotoequipment zu entscheiden. Schlussendlich kommt es bei einem langen Anstieg auch auf jedes Gramm Zusatzgewicht an. So reduzierte ich mein Fotoequipment auf meine EOS 6D mit 17-40mm Weitwinkelobjekitv und der 50mm Festbrennweite (Achtung Spoiler: Das 50mm war umsonst im Gepäck). Nach einem schnellen Kaffee holte ich meinen Wanderbuddy Oliver ab und wir fuhren gemeinsam zur Greimhütte, die auf ca. 1600 Metern liegt. Sie sollte der Ausgangspunkt unserer Wanderung sein.
Bei hellstem Mondschein und wolkenlosem Himmel machten wir uns auf den Weg. Für den ersten und flachsten Teil des Anstieges benötigen wir nicht einmal unsere Taschenlampen. Als nach etwa 200 zurückgelegten Höhenmetern das Gelände schwieriger wurde und Trittsicherheit gefragt war, griffen wir dann aber doch auf Kunstlicht zurück und beleuchteten unseren Weg. Der Aufstieg entlang des Gebirgsgrats erfolgte problemlos, lediglich ein Schnee- und Eisfeld erforderte vollste Konzentration beim queren. Während wir dem Gipfel näher kommen, regt sich am Horizont ein erster dunkelrot bis orange gefärbter Streifen, der den anstehenden Sonnenaufgang einläutet.

Da wir uns einen ordentlichen Zeitpuffer als Sicherheit nahmen, davon aber kaum Gebrauch machten (wir unterschätzten wohl unsere eigene Kondition und Navigationsfähigkeit), kamen wir rund 25 Minuten vor tatsächlichem Sonnenaufgang am Gipfel an. Der Vorteil daran war, dass wir den Monduntergang im (noch dunklen) Westen mitverfolgen konnten, während im Osten der Himmel von Minute zu Minute heller wurde. In Blickrichtung Westen nutze ich also mein kompaktes Reisestativ um mit Langzeitbelichtungen (30 Sekunden) das Bergpanorama bestens einzufangen. In Blickrichtung Osten benötigte ich zwar ebenfalls ein Stativ, die Belichtungszeiten waren aber nur im Bereich von ca. 2 Sekunden angelegt. Um knapp nach Sechs Uhr fielen die ersten Sonnenstrahlen in Richtung des Gipfelkreuzes und meiner Kamera. Nun hieß es konzentriert bleiben und diese wichtigen Momente einzufangen, bevor die Sonne ganz zum Vorschein kommt.

Es dauerte nicht lange und die bunten Farben der Morgendämmerung waren dem strahlend blauen Himmel gewichen. Perfekte Bedingungen für meine zweite Mission des heutigen Tages – die Abfahrt durch die Greimrinne mit meinem Snowskate. Aber das ist eine andere Geschichte….

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