Tricky Shades of Grey 

Es gibt tausende verschiedene Styles und Genres der Fotografie. Wie auch jeder andere Fotograf habe ich so meine Lieblingsbereiche, in denen ich mich am wohlsten fühle. Neben der Landschafts- und Reisefotografie, sind auch Produktfotografie (mit der ich mich in letzter Zeit wieder vermehrt beschäftige) und Portraits Umfelder in denen ich zu Hause bin. Wie groß die Unterschiede in diesen Bereichen sind und wie sehr man alleine innerhalb der Portraitfotografie seinen Style verändern kann, wollte ich mit einem etwas kontroverserem Fotoshooting zeigen. So versuchte ich mich aus meiner Komfortzone der netten Naturfotos zu befreien und einmal ganz und garnicht brave Portraits mit massig Ecken und Kanten zu produzieren.

So hatte ich bereits seit längerem ein paar Ideen und eine passende Location im Hinterkopf. Die finale Idee für den endgültigen Bildlook kam mir aber erst, als ich mich mit Patricia (die mein Model für dieses Shooting werden sollte) über Outfit und Accessoires bei besagtem Shooting unterhielt. Sie schlug mir vor das Outfit ganz in schwarz zu halten und ein Korsett zu tragen. So kamen im Verlauf des Gesprächs noch verschmiertes Make-Up und Ketten ins Gespräch und Voilá, wir hatten ein Setup, dass weit weg von braven Portraitfotos war, aber dennoch fesselnde (im wahrsten Sinne des Wortes) Bilder bringen könnte. Zugegeben, war ich schon etwas aufgeregt vor dem Shooting, da ich mir nicht sicher war, ob mir der neue Bildlook auch den Vorstellungen entsprechend gelingen würde. Eine Aufregung die aber bereits verflog, als ich die ersten paar Male den Auslöser drückte und danach die Bildvoransicht am Kameradisplay begutachtete.

 

Denn auch in der Wahl des Lichtsetups, welches zur Hälfte aus Kunstlicht und zur Hälfte aus Naturlicht bestand, lag ich perfekt richtig. Die Location, ein alter Maschinenraum einer Fabrik, wurde nur durch eine offene Tür mit Tageslicht versorgt. Dieses sorgte für wunderbares Streiflicht auf den Hintergrund, bestehend aus rostigen Rohren und Ventilen. Den zweiten Teil machte ich mit meinem externen Blitz und dem Roundflash Beautydish, der hartes, aber dennoch leicht diffusiertes Licht auf das Model warf. Dies sorgte für harte Kontraste, aber ein angenehmes Hautbild. So erzeugte ich einen groben Industrial Look, der sich doch deutlich von den meisten anderen meiner Portraitbilder abhebt. Der Einsatz von Ketten, Kerzen und einer schwarzen Kutte gab dem Ganzen noch den zusätzlichen Touch an Kontroversität. Dies merkte man auch daran, dass ich überdurchschnittlich oft auf ein Bild des Shootings, das ich auf der tricky.pics Facebook Page postete, angesprochen wurde. Zugegeben, die 50 Shades of Grey Referenz trug auch ihren Teil bei, auch wenn diese frei aus der Luft gegriffen war (weder Buch gelesen, noch Film gesehen). Ein neuer Style ist im Portfolio und noch viele andere im Hinterkopf. Seid gespannt was als Nächstes kommt!

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